Gastronomie weiter geöffnet unter verschärften Corona-Regelungen

Der NRW-Ministerpräsident Armin Laschet hat in der heutigen Pressekonferenz zur derzeitigen Corona-Lage erneute Hygienemaßnahmen ausgesprochen:

Die Infektionszahlen sind aktuell wieder stark am Ansteigen. Daher haben Bund und Länder sich darauf geeinigt, wieder verschärfte Infektions- und Hygieneregeln zu verhängen. Besonders davon betroffen sind natürlich Gastronomie und Veranstaltungsbetriebe. Doch auch der öffentliche Raum ist durch die Regelungen eingeschränkt.

Ab 35 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern binnen einer Woche gilt an hochfrequentierten Außenbereichen, wie Fußgängerzonen oder Bus- und Bahnstationen, eine strenge Maskenpflicht, um das Infektionsrisiko einzudämmen und Mitmenschen zu schützen. Die einzelnen Kommunen können jedoch selbst festlegen, an welchen sogenannten Hotspots diese Maskenpflicht angeordnet wird. Zusätzlich kann über eine Sperrstunde entschieden werden. Das bedeutet, dass zwischen 23h und 6h alle gastronomischen Einrichtungen geschlossen haben müssen. Zudem darf in dieser Zeit nirgends Alkohol mehr verkauft werden.

Doch was bedeutet das nun konkret für Restaurants?

Restaurantbetreibende klagen natürlich über diese Sperrstunde. Denn hier gehen wertvolle Einnahmequellen verloren, die kleinere Betriebe in die Insolvenz treiben können. Zu den Öffnungszeiten gelten natürlich besondere Vorgaben:

  • Es dürfen maximal 10 Personen aus unterschiedlichen Haushalten an einem Tisch Platz nehmen oder aber mehr, wenn diese nur aus zwei verschiedenen Haushalten stammen.

  • Zu anderen Gästen und Mitarbeitenden muss der Mindestabstand von 1,5 Metern eingehalten werden. Das heißt, dass Tische und Sitzmöglichkeiten dementsprechend platziert werden müssen, dass ein ausreichender Abstand gewähreistet wird.

  • Am Sitzplatz muss von den Gästen keine Maske getragen werden. Sobald sich allerdings im Restaurant bewegt wird, gilt für die Gäste eine Maskenpflicht. Ausgenommen sind Personen, die nachweisen können, dass sie aus medizinischen Gründen keine Maske tragen können.

  • Mitarbeitende müssen im Kontakt mit ihren Gästen eine Mund-Nasen-Bedeckung tragen.

  • Kundenkontaktdaten müssen, unter Einverständnis, von Restaurantbetreibenden eingeholt werden und vier Wochen aufgehoben werden. Dazu reicht eine einfache Liste auf dem Tisch aus. Andere Systeme zur Datenerhebung können selbstverständlich ebenfalls genutzt werden. Eine Reservierung im Vorfeld ist für Gäste nicht notwendig.

  • Buffets mit Selbstbedienung sind nur dann zulässig, wenn die Gäste sich konsequent vor jeder Nutzung die Hände desinfizieren und einen Mund-Nasen-Schutz tragen. Die Speisen sollten bestenfalls abgeschirmt sein, um zu verhindern, dass Viren auf das Essen gelangen.

  • Werden Textilien, wie Tischdecken oder Stoffservietten, verwendet, müssen diese bei mindestens 60 Grad Celsius gewaschen werden und sind nach jedem Gast zu wechseln. Auch Geschirr und Gläser sollten nach Möglichkeit bei 60 Grad Celsius und am besten maschinell gereinigt werden.

  • Alle Räumlichkeiten, in denen sich Leute aufhalten, müssen belüftet werden.

  • Im Restaurant muss eine Gästeinformation ausgehangen werden, an die sich klar zu halten ist.

Werden diese Regelungen von Gästen nicht eingehalten, können die Restaurantbetreibenden diese Gäste aus dem Lokal entlassen. Halten die Betreibenden der Gastronomieeinrichtung die geltenden Vorschriften nicht ein und gewährleisten den Gästen und Mitarbeitenden keinen ausreichenden Schutz, muss mit hohen Geldstrafen und einer Schließung gerechnet werden.

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